Datensicherung für Studenten mit der ICY Box RD3620

Digitaler Studentenalltag

Der studentische Alltag ist mittlerweile rundum digital. An der Universität ist man heutzutage mit Smartphone, Tablet, Laptop oder Macbook ausgestattet, um die sich im Laufe der Semester ansammelnden Unmengen an Daten digital zu verstauen. Vorlesungen werden immer öfter als Video zum Download angeboten und Zusammenfassungen wichtiger Seminare nehmen mitunter hunderte Seiten in PDF-Dokumenten ein. Bücher werden nicht mehr nur kopiert, sie werden eingescannt, um sie später in Ruhe auf dem Bildschirm durchblättern zu können. Alle diese gespeicherten Daten nehmen räumlich so gut wie keinen Platz mehr ein, wodurch Schreibtische in der Regel weniger Zettelberge und Ordnerstapel herbergen.

Die Gefahr des Datenverlusts

Doch im Gegensatz zum „analogen“ Papier hat die Datei auf dem Rechner einen entscheidenden Nachteil: Eine kleine Softwarepanne, ein gravierender Absturz und alle Daten sind von einer Sekunde zur nächsten gelöscht. Auch wenn viele Studierende sich mit USB-Sticks oder Online-Speicherung in sogenannten „clouds“ oder mit Programmen wie „dropbox“ Abhilfe schaffen, so ist dessen Speicherplatz jedoch noch sehr überschaubar und die Geschwindigkeit bei der Online-Synchronisierung großer Datenmengen bisweilen lahm. Die sinnvollste Möglichkeit zur Datensicherung für Studenten ist und bleibt daher eine externe Festplatte, auf der alle Projekte Platz finden und sicher und langfristig verstaut werden können.

Datenspiegelung und Backup

Da natürlich auch externe Festplatten nicht vor Defekten hundertprozentigen Schutz bieten, wurde vor Jahren die Idee eines RAID-Systems geboren. Die Anfangsbuchstaben stehen grob übersetzt ins Deutsche für „Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten“. Der Gedanke ist so simpel wie genial: Mindestens zwei physische Festplatten werden bei einem RAID 1 verbunden und „gespiegelt“. Beide Platten haben identische Inhalte, jede Datei wird also zeitgleich auf beide Systeme geschrieben. Wenn eine von beiden Platten ausfällt, sind alle Dateien noch auf der anderen Platte vorhanden. Zusätzlich kann man ein RAID System als perfekte Ablage für Filme und Musik nutzen, die dann als netzgebundener Speicher (Dateiserver NAS) im heimischen Rechnernetz angesteuert werden können.

Die Spiegelung eines funktionierenden Systems ist dabei nicht zu verwechseln mit einem echten Backup. Denn wer bei einem RAID 1 System eine Datei auf der einen Festplatte löscht, wird sie natürlich nicht auf der anderen Festplatte ebenfalls vernichtet, da auch Fehler, Stromausfall oder sogar Viren in Echtzeit übertragen werden. Deshalb ist Vorsicht geboten und die wichtigsten Daten sollten immer doppelt und dreifach auf verschiedenen Medien gespeichert sein, auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass alle beide Festplatten gleichzeitig ausfallen, zum Glück extrem gering ist.

Die Lösung zur Datensicherung: ICY Box

Wer also auf Nummer sicher gehen will und große, wichtige Datenmengen aus dem Studium speichern möchte, kommt nicht an einer externen Lösung vorbei. Das 1999 gegründete Unternehmen Raidsonic bietet hierfür das nötige Equipment, wie der Firmenname bereits andeutet. Wir haben uns das Modell ICY Box RD3620SU3 näher angeschaut, das zum vergleichsweise studentenfreundlichen Preis erhältlich ist.

Die Icy Box ist ein unauffälliger schwarzer kleiner Kasten, in den zwei Standard 3,5 Zoll Festplatten hineinpassen, die über ein Netzadapter Strom beziehen. Der Einbau geschieht denkbar simpel durch das „Hot-Swap“ System: Die Platten werden einfach in das Gehäuse hineingeschoben und können ebenso einfach wieder entnommen werden. Im Vorfeld muss lediglich eine Kunststoffhalterung an der HDD festgeschraubt werden. An der Vorderseite befinden sich alle Bedienelemente und angenehm dezent beleuchtete Info-LEDs, die jedoch einen Ticken größer und damit benutzerfreundlicher hätten ausfallen dürfen. Der 60mm-Lüfter ist temperaturgesteuert und liefert über die Einstellungen „auto“, „1“, „2“ oder „3“ stets genügend Power, wird dabei jedoch so gut wie nie nervig laut. Der Lüfter saugt die Luft vorne ein und bläst sie hinter wieder aus, wodurch die Platten genau im Luftstrom liegen – so soll es sein. An den PC wird das System per USB 3.0 oder per e-SATA Kabel angeschlossen, alle Kabel sind dabei ebenso wie die Haltebügel für die Festplatten und alle benötigten Schrauben glücklicherweise im Lieferumfang enthalten. Unterstützt wird Raid 0, Raid 1, JBOD und SINGLE, die man jeweils durch langes Drücken der Modus-Taste an der Front wechselt.

Die Icy Box bietet unterm Strich blitzschnelle Datenübertragung per USB 3.0 (und bei Bedarf auch eSATA), solide Verarbeitung des Aluminium Gehäuses, relativ einfache Bedienung und durchweg leisen Betrieb. Um die meiste Leistung aus der Box herauszuholen, sollte man auch bei den Festplatten, die man sich dazu kauft, unbedingt ebenfalls auf Markenware achten. Der Hersteller Western Digital hat sich auf dem Gebiet einen Namen gemacht und bietet mit der WD Green Serie für den normalen und mit der WD Red Serie< für den 24/7 Dauerbetrieb (gerade für NAS-Systeme) schnelle, zuverlässige und gut gekühlte Leistung, genügend Speicherplatz in den Varianten 1, 2 und 3 TB, sowie starkem 64MB Cache.