Gute Bildungskredite finden

Ein Studium kostet Geld. Halbjährlich muss der Semesterbeitrag geleistet werden, zu Beginn der Vorlesungszeit werden Lehrbücher und andere Materialien angeschafft. Wer für das Studium von zu Hause auszieht, muss außerdem Geld für Miete und Essen aufbringen. Nicht jeder wird dabei von seiner Familie unterstützt und auch nicht jeder erhält genug BAföG, um davon all seine Kosten decken zu können. Für solche Leute gibt es daher Bildungskredite, die eine möglichst flexible Finanzierung des Studiums ermöglichen. Das ist auch eine Option für Leute, die einen Auslandsaufenthalt planen, oder für ein Praktikum vorübergehend in eine andere Stadt ziehen müssen. Während des Studiums bieten sich viele Möglichkeiten und es wäre schade, wenn man sie nur aus Kostengründen nicht nutzen kann.

Der Studienerfolg sollte nicht an den finanziellen Mitteln scheitern. Ein Bildungskredit ist daher eine Investition in die Zukunft. Die Konditionen unterscheiden sich dabei zwischen den einzelnen Anbietern und das gleiche gilt auch für die Rückzahlungsmodelle. Für einen ersten Überblick, stellen wir drei der populärsten Kredite hier vor. Trotzdem ist es wichtig, sich individuell zu informieren und beraten zu lassen, um für sich selbst die optimale Möglichkeit zu finden.

Studienförderung der Deutschen Bildung

Die Studienförderung behauptet von sich selbst „besser als ein Studienkredit“ zu sein. Sie bietet eine flexible Förderung ganz nach Bedarf. Der Förderungshöchstbetrag liegt bei 30.000€, aber die einzelnen Monatsraten können ganz individuell zusammengestellt werden. Die Rückzahlung erfolgt erst, wenn man einen ersten Job gefunden hat. Dann zahlt man regelmäßig einen bestimmten Anteil an die Studienförderung zurück. Die Rückzahldauer ist dabei abhängig von der vorherigen Förderungshöhe. Im Falle von Krankheit, einer Familiengründung oder anderen Gründen, aus denen die Rückzahlung vorübergehend nicht möglich ist, ist ein Aufschub oder eine Unterbrechung dieser möglich. So soll eine Überschuldung verhindert werden und letztlich gibt jeder so viel zurück, wie er kann und wann er es kann. So entsteht ein Kreislauf der Förderung, denn mit der Rückzahlung werden wiederum neue Studenten finanziert.

Bildungskredit der Bundesrepublik

Auch der Bildungskredit der Bundesrepublik ist flexibel und an die individuellen Bedürfnisse anpassbar. Zum Beispiel sind das Kreditvolumen und die Anzahl der Monatsraten frei wählbar und auch eine höhere Einmalzahlung ist möglich. Zum Monatsende ist der Kredit jederzeit kündbar. Im Gegensatz zum staatlichen BAföG wird der Bildungskredit unabhängig vom Einkommen der Eltern oder des Lebenspartners gewährt und es sind später keine Leistungsnachweise nötig. Der größte Vorteil des Bildungskredits ist wohl der günstige Zinssatz, der ihn von normalen Krediten unterscheidet. Die Rückzahlung startet erst vier Jahre nach Auszahlung der ersten Rate, sodass man Zeit hat, einen Job zu finden, um die niedrige Rückzahlungsrate bewältigen zu können, ohne sich wieder in Schulden zu stürzen. Die Antragsstellung kann einfach im Internet erfolgen und ist auch möglich, wenn man sich bereits in seiner Zweit- oder Folgeausbildung befindet. Auch Praktika im In- oder Ausland können mit dem Bildungskredit gefördert werden.

Sparkassen-Bildungskredite

Die genauen Konditionen des Sparkassen-Bildungskredits können von Institut zu Institut variieren und sollten daher bei der jeweiligen Sparkasse erfragt werden. Grundsätzlich liegt der Darlehenshöchstbetrag aber zwischen 25.000€ und 32.400€ und der Zinssatz bewegt sich zwischen 6% und 7,5%. Auch dieser Studienkredit wirbt mit einer großen Flexibilität und kann für eine Förderungsdauer von bis zu sechs Jahren gewährt werden. Um eine Überschuldung zu verhindern, wird im Voraus die Kreditwürdigkeit des Antragsstellers geprüft. Eine weitere Voraussetzung ist es, Girokonto-Inhaber bei der Sparkasse zu sein. Die Rückzahlung beginnt ein bis zwei Jahre nach der letzten Zahlung und muss dann innerhalb von maximal zehn Jahren erfolgen.

Wie finde ich den richtigen Studienkredit?

Welcher Kredit am geeignetsten ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Die Antwort hängt von den eigenen Bedürfnissen und der persönlichen Situation ab. Wichtige Fragen, die man sich vorab stellen sollte: Wie viel Geld benötige ich? Wie lange möchte ich gefördert werden? Welches Rückzahlungsmodell scheint mir am geeignetsten? Auf dieser Grundlage kann man sich verschiedene Angebote einholen und beraten lassen, um den richtigen Kredit zu finden und das Studium mit Freude abzuschließen.